Aktuelle Auswertung 694 Unternehmen mit paritätisch besetzten Aufsichtsräten
Erneut ist die Gesamtzahl der mitbestimmten Unternehmen leicht um zwei Prozent gesunken, was die nach dem 1976er-Gesetz mitbestimmten Aufsichtsräte mit 20, 16 und 12 Mitgliedern gleichermaßen betrifft.
In unserer jährlichen Erhebung wird auch die Rechtsform der SE mit erfasst, da alle mitbestimmten Unternehmen, die in die SE umgewandelt werden, weiterhin paritätisch besetzt sind. Am Stichtag 31. Dezember 2008 waren das fünf Unternehmen – bis Mai 2009 sind zwei Unternehmen dazugekommen. Bei insgesamt sieben SEs in Deutschland kann von einer „zunehmenden Beliebtheit der SE“, wie sie Kritiker der 76er-Mitbestimmung jüngst ins Feld führten, nicht die Rede sein.
Bei der vereinbarten Aufsichtsratsgröße zeigt die europäische Aktiengesellschaft
eine gewisse Bandbreite. Allein Allianz und BASF haben ihre Aufsichtsräte von 20 auf 12 Personen verkleinert. Bei Porsche kann die Aufsichtsratsgröße je nach Konzernkonstellation von 12 bis 20 variieren. Der MAN-Diesel-Aufsichtsrat wurde von 12 auf 10 Mandate verkleinert. Bei Fresenius und SGL Carbon blieb es unverändert bei 12 Mitgliedern. Die jüngste SE in 2009 war MAN. Hier wurde die Größe von 20 auf jetzt 16 Aufsichtsräte verändert.
Von der Finanzkrise zur Weltwirtschaftskrise
So wie die Große Depression in den dreißiger Jahrendes letzten Jahrhunderts das ökonomische Denken und Handeln über Jahrzehnte prägte, wird auch die gegenwärtigeWeltwirtschaftskrise tiefe Spuren hinterlassen.
Es mehren sich die Stimmen, die das Ende der Krise verkünden oder zumindest behaupten, das Schlimmstesei vorüber. Notwendig anstelle weiterer Stabilisierungsmaßnahmen sei nun, bald eine Exit-Strategie aus der expansiven Wirtschaftspolitik zu finden, die insbesondere die hohe Verschuldung der öffentlichen Hand zurückführt und vor allem Inflation vermeidet. Diese Einschätzungen könnten sich als folgenschwerer Irrtum erweisen, der sich im Kern aus jenem Denken speist, das vor der Krise dominierend war: Märkte seien aus sich heraus stabil und es bedürfe keiner staatlichen Interventionen. Genau diese Sichtweise ist aber durch die gegenwärtige Krise widerlegt worden. Es bedarf vielmehr einer massiven wirtschaftspolitischen Anstrengung auf globaler Ebene, um die Krise zu überwinden, ohne dass Millionen von Menschen weltweit ihre Arbeit und ihr Einkommen verlieren. Erst danach sind Konzepte für die Rückführung der Staatsverschuldung und die Vermeidung von Inflation gefragt. Die bisherigen Impulse seitens der Geld- und Fiskalpolitik, die zwar in Deutschland über dem EU-Durchschnitt lagen, aber in der EU insgesamt deutlich geringer ausfielen als in den USA, dürften allenfalls ausgereicht haben, um den freien Fall der Produktion, der im Exportland Deutschland besonders dramatisch war, allmählich abzufangen. Damit würde die Wirtschaftsentwicklung auf einen Pfad der Stagnation einschwenken, auf dem gleichwohl die Arbeitslosigkeit fortwährend steigen würde. Dies gilt insbesondere, wenn der Puffer Kurzarbeit, der den Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland bisher begrenzt hat, nicht mehr ausreichen würde.
Die Veränderung der Beschäftigungs- und Arbeitszeitstrukturen in Deutschland 2001 bis 2006
Der vorliegende Bericht enthält die Auswertung von Arbeitszeitdaten des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes für abhängig Beschäftigte in Deutschland für die Jahre 2001 bis 2006. Der Mikrozensus ist eine regelmäßig durchgeführte Individualerhebung der amtlichen Statistik, an der jährlich 1% aller Haushalte in Deutschland beteiligt sind. Insgesamt nehmen rund 390.000 Haushalte mit 830.000 Personen am Mikrozensus teil, darunter etwa 160.000
Personen in rund 70.000 Haushalten in den neuen Bundesländern und Berlin-Ost.
Das Engagement der Betriebe und lokale Steuerung der Kleinkindbetreuung im deutsch-französischen Vergleich
Die Studie setzt an aktuellen Untersuchungen und Fragestellungen zur Kleinkindbetreuung im deutsch-französischen Vergleich an. Der Fokus liegt auf den Regulierungsstilen auf nationaler und lokaler Ebene und auf dem Ausbalancieren von Angebot und Nachfrage durch eine größere Diversifizierung: betriebliche Betreuung, public-private Partnerschaften und gewinnorientierte Dienstleister.
„Was sagt der Jahresabschluss über das tatsächliche Risiko einer Bank aus?“
Im Zuge der aktuellen Finanzmarktkrise wurde immer wieder die Frage gestellt, ob das Ausmaß der von Banken eingegangenen Risiken aus den veröffentlichungspflichtigen Jahresabschlüssen erkennbar sei. Doch obwohl Banken streng reguliert sind, besitzen sie erhebliche Spielräume zur Darstellung ihrer Risiken in der externen Berichterstattung. Jahresabschlüsse sind daher grundsätzlich nur eingeschränkt zur Beurteilung der von einer Bank eingegangenen Risiken geeignet.
Die Idee zu dieser Untersuchung ist im Rahmen unserer Arbeit zum Thema Bad
Bank entstanden (Joebges/Krieger, Bad Bank, Ausgleichsforderungen und Kreditversicherungen:
Wie kann der Staat Banken effizient stabilisieren?). Ausgangspunkt
dort war die Frage, welche Belastungen auf den Staat maximal zukommen
könnten, wenn er sich zur Übernahme sämtlicher Risiken aus den Bankbilanzen
entscheiden würde. Auch wenn dieses Extremszenario zu keiner Zeit ernsthaft
diskutiert wurde, führen solche Überlegungen doch zu der entscheidenden Frage nach verlässlichen Instrumenten und vor allem Informationsquellen, mit denen sich solche Risiken überhaupt erfassen lassen. Nahe liegend war es dann zu untersuchen, ob bzw. inwieweit sich die Jahresabschlüsse der Banken selbst als Grundlage für eine Quantifizierung der potenziellen Risiken eignen könnten. Das vorliegende Ergebnis zeigt, dass – je nach persönlichem Blickwinkel – zumindest oder leider nur eine Annäherung auf diesem Wege möglich ist. Dem interessierten Leser seien zur Vertiefung der folgenden Darstellung weitere Veröffentlichungen der Hans-Böckler-Stiftung zu den Themen Bankbilanzen, Bilanzierung originärer und Bilanzierung derivater Finanzinstrumente empfohlen, die wir im Literaturverzeichnis
zusammengestellt haben.
Ausführliche Informationen zu Risiken der Bankbilanzen können Sie hier nachlesen.
Neue PCG Studie
The study is focussing on the perspectives of the European Naval
Defence sector.
Böckler Boxen
Die Themenseite der Hans Böckler Stiftung
www.boeckler-boxen.de
WSI
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut
Verfügt über ein Tarifarchiv
www.boeckler.de/cps/rde/xchg/hbs/hs.xsl/8.html

